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Die Übermacht des Üblichen

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Leseprobe: Die Übermacht des Üblichen (PDF) Es war etwas geschehen. Nichts, das sich... mehr
"Die Übermacht des Üblichen"

Leseprobe: Die Übermacht des Üblichen (PDF)

Es war etwas geschehen. Nichts, das sich anderen mitteilen ließe, und wenn sie es dennoch täte, von ihnen nicht als das, was es für sie bedeutete, verstanden würde. Sie war wieder einmal gescheitert und, so wusste sie, dies würde der letzte Versuch gewesen und durch keinen weiteren aufzuheben sein.
Es war ihr immer ums Gesehenwerden gegangen, darum, sich so zeigen zu können, wie sie war, und ums Überwinden der Fremdheit, mit der sie der Welt gegenüberstand. Dass es nur eines einzigen Menschen bedurfte, hatte sie immer geglaubt, der, wenn es ihr gelänge, sich ihm zu offenbaren, fähig wäre, eine Brücke zur Welt zu bauen.
Was blieb, war nur noch, das Gewesene aufzuschreiben, als letzte Möglichkeit des Sich-zur-Sprache-Bringens, des Ankämpfens gegen die Übermacht des Üblichen, die sie zu ersticken drohte. Dieses Aufschreiben, so wusste sie, würde kein stringentes Nacherzählen des Gewesenen sein, sondern eine reflexive, assoziative, alle Sinne einbeziehende Auseinandersetzung mit allem, was ihr bisheriges Leben ausgemacht hatte, und wenn es glückte, könnte die Abhängigkeit von einem Gegenüber dadurch überwunden werden.

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Kundenbewertungen für "Die Übermacht des Üblichen"
19.11.2020

Schöne Sprache und gehaltvoller Inhalt für Freunde guter Literatur

Dieses tolle Buch habe ich von einer guten Freundin geschenkt bekommen, mit der Empfehlung, es unbedingt lesen zu müssen, nicht nur wegen der schönen, anspruchsvollen Sprache, der treffenden Beschreibungen von Menschen und den tiefgründigen Begegnungen mit ihnen, und der bildhaften Darstellung der Ortschaften, in denen das Geschehene sich abspielt.

Schon der Spruch von Franz Werfel im Vorspann des Buches deutet an, worum es in dem 176-seitigen Werk geht:
„Der Stein schweigt nicht, weil er leer ist, sondern weil das Wort,
das er verschweigt, so unaussprechlich gewaltig ist.“
Um das endlich zur Sprache-Bringen von ewig Zurückgehaltenem, für nicht mitteilbar Empfundenem. Und das ist der 1954 in Berlin geborenen Autorin hervorragend gelungen. In kunstvollen Sätzen schildert sie ihr gefühltes Anderssein und ihr Ringen um das Überwinden dieser Fremdheit in der Welt. Erst, als ihr letzter Versuch, sich einem Menschen mitzuteilen, in der Hoffnung, dadurch eine Zugehörigkeit zu der sie umgebenden Welt zu erlangen, an dessen Unfähigkeit, sich unvoreingenommen einzulassen, schmerzhaft scheitert, beginnt die Protagonistin zu begreifen, dass es nicht des Verständnisses eines Gegenübers bedarf, um die innere Isolation zu überwinden, sondern dass es nur die eigenständige assoziativ-reflexive Auseinandersetzung mit ihrem bisherigen Leben sein kann, welche ihr die unabhängige, sich selbst bejahende Vereinigung zu verschaffen vermag.

Besonders gut hat mir gefallen, dass Gabriele Treige nicht darum bemüht ist, ein schwieriges Lebensthema durch künstlich aufgebaute Spannung oder andere wohlwollende Elemente gefällig zu machen, sondern schonungslos ehrlich das sensibel Erlebte und sorgfältig Beobachtete mit achtsam gesetzten Worten beschreibt.
Oft habe ich mich in den authentischen Selbstreflexionen wiedergefunden, oft musste ich schmunzeln oder lachen, oft war ich tief betroffen, viel habe ich gelernt durch die tiefenpsychologischen und philosophischen Betrachtungen, bewundert habe ich die gekonnten Übergänge, genossen habe ich die schönsprachigen Schilderungen. Und am Ende geht es weiter, wie auch das Leben selbst.
Es ist kein leichtfertiges Buch, das man mal eben so in einem Rutsch zur Unterhaltung weg liest. Ich werde es bestimmt noch einige Male an Literatur liebende Mitmenschen verschenken.

27.05.2020

wir schreiben uns gesund

Ja, wirklich GROSSE Klasse ! Annette

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